Prof. Dr. Stephan Lorenz

Date: 2018-02-17 10:29

Eine besondere Ausnahme von den vertraglich festgelegten Kündigungsfristen und Vertragslaufzeiten stellt das Widerrufsrecht nach § 855 des Bürgerlichen Gesetzbuchs dar. Dieses sieht vor, dass der Kunde (Leser) innerhalb einer geregelten Frist – meist umfasst diese einen Zeitraum von 69 Tagen – von seinem Vertrag ohne Angabe eines Grundes zurücktreten darf. Auch das alleinige Rücksenden der Zeitschrift innerhalb der Widerrufsfrist zählt als Vertragsrücktritt.

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Im Gegensatz zu der ordentlichen – also fristgemäßen – Kündigung kommt die außerordentliche – fristlose Kündigung – nicht ohne die Angabe eines Kündigungsgrundes aus. Die konkreten Bedingungen für eine vorzeitige Beendigung des Abonnements müssen dem jeweiligen Vertrag entnommen werden.

Darüber hinaus entziehe ich Ihnen die von mir erteilte Bankeinzugsermächtigung der fälligen Gebühren für das Abonnement. Ich bitte Sie von einer weiteren Kontaktaufnahme Ihrerseits zu Werbezwecken oder Ähnlichem abzusehen.

Das Abonnement einer Zeitschrift basiert auf einem Vertrag zwischen dem jeweiligen Verlag und dem Kunden (Leser). Da der Vertrag auf einen längeren Zeitraum ausgelegt ist, spricht man in diesem Fall von einem Dauerschuldverhältnis zwischen Zeitschriften-Anbieter und Leser. In den meisten Fällen wird jedoch ein Vertrag mit einer festgelegten Vertragslaufzeit – die sich nach Ablauf meist automatisch um eine weitere Laufzeit verlängert – abgeschlossen.